Wie MailCheck funktioniert
MailCheck prüft öffentlich sichtbare Informationen einer Domain – also Einstellungen, die für den Versand und Empfang von E-Mails entscheidend sind. Die Analyse erfolgt vollständig von außen, ohne Zugriff auf interne Systeme und ohne Inhalte von E-Mails auszuwerten.
Was MailCheck analysiert
Für den sicheren Betrieb einer Domain sind vier Bausteine besonders wichtig. MailCheck bewertet jeden davon einzeln und fasst die Ergebnisse in einem Gesamtbild zusammen.
- Absenderprüfung (SPF, DKIM, DMARC): Kann ein Empfänger erkennen, ob eine Mail wirklich von der Domain stammt?
- Transportverschlüsselung (TLS, MTA-STS): Sind Verbindungen zwischen Mailservern gegen Manipulation geschützt?
- DNS-Integrität (DNSSEC): Wird die Domain gegen gefälschte DNS-Antworten gesichert?
- Risikofaktoren: Gibt es Anzeichen für Missbrauch oder Fehlkonfigurationen?
Zwei Prüfstufen – automatisch bestimmt
MailCheck bietet zwei Prüfstufen. Die Stufe wird automatisch anhand eines DNS-Tokens bestimmt – ohne manuelle Auswahl.
- Basis-Prüfung: Sofort verfügbar für jede Domain. Prüft die wichtigsten E-Mail-Sicherheitseinstellungen (SPF, DKIM, DMARC, MX, TLS).
- Erweiterte Prüfung: Für Domaininhaber, die einen Token setzen. Zusätzlich: DNSSEC, Spoofing-Schutz, Ausfallsicherheit.
- Expert (geplant): Zukünftig für Hoster und Abuse-Teams: SMTP/TLS-Prüfungen, Trends und Missbrauchssignale.
Wie MailCheck den Score berechnet
Der Score von 0 bis 100 ergibt sich aus einer gewichteten Bewertung der Prüfbereiche. Die Formel ist bewusst konservativ – MailCheck soll keine „Bestnoten“ verschenken, sondern ein realistisches Bild zeichnen.
- + Punkte gibt es für klar definierte Absenderregeln (SPF, DKIM, DMARC), moderne Transportverschlüsselung und vollständig gültige DNS-Ketten.
- – Punkte gibt es für veraltete Mechanismen, fehlende Policies, unsichere Fallbacks oder uneinheitliche Absender.
- Trendreduktionen greifen im Expert-Level, wenn Missbrauchssignale über längere Zeit sichtbar sind.
Eine ausführliche Darstellung findest du auf der Seite Scoring-Modell.
Welche Daten MailCheck verwendet – und welche nicht
MailCheck arbeitet ausschließlich mit öffentlich zugänglichen Informationen:
- DNS-Einträge (SPF, DKIM-Keys, DMARC-Policy, MTA-STS, TLSA)
- Verbindungsparameter von Mailservern (z. B. angebotene TLS-Versionen)
- Rückschlüsse aus DMARC-Reporten – nur mit ausdrücklicher Zustimmung
Wichtig: MailCheck liest keine E-Mails und wertet keine personenbezogenen Daten aus. Wo DMARC-Reports genutzt werden, geschieht dies nur in aggregierter und anonymisierter Form.
Erweiterte Prüfung freischalten (Token)
Die Basis-Prüfung (Level 1) ist für alle Domains sofort verfügbar. Für tiefere Analysen wie DNSSEC-Validierung, Spoofing-Schutz und Ausfallsicherheit können Domaininhaber einen Token setzen.
So funktioniert's:
- Erstellen Sie einen TXT-Record für
_mailcheck.ihredomain.de - Setzen Sie als Wert:
v=mc1; level=pro-light; issued=YYYYMMDD - Ersetzen Sie
YYYYMMDDdurch das aktuelle Datum (z.B. 20260201) - Warten Sie auf DNS-Propagierung (wenige Minuten bis Stunden)
- Prüfen Sie Ihre Domain erneut – die erweiterte Prüfung wird automatisch aktiviert
Beispiel für example.org:
_mailcheck.example.org. IN TXT "v=mc1; level=pro-light; issued=20260201"
Der Token ist 90 Tage gültig. Bei ablaufendem Token zeigt MailCheck einen Hinweis. Der Token beweist, dass Sie die Domain kontrollieren – ohne Registrierung oder Account.
Ziel von MailCheck
MailCheck soll technische Zusammenhänge verständlich machen – und helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Nicht jeder Punkt ist ein kritischer Fehler, aber jeder Hinweis kann dazu beitragen, E-Mail-Kommunikation sicherer und vertrauenswürdiger zu machen.